Alles wild gesammelt - Sammeln als globales Phänomen unserer Zeit
- 17. Oktober 2026
- ab 16:00 Uhr
- Völkerkundemuseum Heidelberg, HEIDELBERG
Eröffnung der neuen Sonderausstellung
Die bekannte Erzählung ist einfach: Menschen waren Jäger und Sammler bis Landwirtschaft und später Industrie diese Lebensweise endgültig verdrängten.
Doch das Sammeln, Auflesen und Verwerten ist nie verschwunden.
Im Gegenteil: Es ist ein globales Phänomen unserer Zeit.
In einer Ära vielfältiger Krisen und ökologischer Umbrüche suchen Menschen weiterhin nach Essbarem, nach Überschüssigem und nach wertvollen Funden in der wilden Welt – in den Bereichen des Niemals- oder Nicht-mehr-Domestizierten.
Manche sammeln aus wirtschaftlichen Gründen, für ein Einkommen, oder um ihren Kindern den Schulbesuch zu ermöglichen. Andere finden darin Erholung und eine Verbindung zur Natur. Wieder andere sammeln wegen des Geschmacks, zur Heilung oder vielleicht
für eine bessere Zukunft.
In Wäldern und Wiesen, auf Bergen und an Flussufern, in Städten, Parks und den Ruinen vergangener Zukunftspläne begegnen wir ihnen überall: Menschen, leise auf der Suche nach dem Fund.
Diese Ausstellung basiert auf einem fünfjährigen Forschungsprojekt am Rachel Carson Center for Environment and Society der Ludwig-Maximilians-Universität München. Sie eröffnet sensorische Einblicke in die Vielfalt zeitgenössischer Sammelwelten.
Öffnungszeiten
Mi – Sa : 14 – 18 Uhr
So & Feiertage : 11 – 18 Uhr
Datum
| 17.10.2026 | 16:00 - 23:59 |
Veranstaltungsort
Völkerkundemuseum Heidelberg
Hauptstraße 235, 69117 HEIDELBERG