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Bad Schönborn-Langenbrücken historisch erkunden
leicht
Highlight
Stadtrundgang

Bad Schönborn-Langenbrücken historisch erkunden

  • 1:00h
  • 2.22 km
  • 25 m
  • 25 m
Karte GPX KML

Langenbrücken lädt ein zur Zeitreise zwischen Badetradition, Geologie, Persönlichkeiten und wirtschaftlicher Entwicklung. Der historische Rundgang verknüpft markante Gebäude, spannende Orte zur Entwicklung von einer Zollstation zum Kur- u. Lebensort.

An den meisten Wegpunkten findest du Infotafeln mit historischen Hintergrundinformationen.

Die genaue Wegbeschreibung mit Audiodatein zu einigen Punkten findest du auf der Webseite: Historischer Rundgang in Langenbrücken


Details

Kondition

Technik

Erlebnis

Landschaft

Monate

Januar Februar März April Mai Juni Juli August September Oktober November Dezember

An der Strecke

Entdeckungen

Heimatmuseum
Heimatmuseum der Parabutscher Donauschwaben

Heimatmuseum der Parabutscher Donauschwaben

Das mehrfach preisgekrönte Heimatmuseum der Parabutscher Donauschwaben besteht seit 1986. Es zeigt in Originalen und Rekonstruktionen die Geschichte d...

  • Bad Schönborn
Kirche
Rochuskapelle

Rochuskapelle

Die Rochuskapelle ist dem heiligen St. Rochus, dem Ortspatron von Mingolsheim, geweiht. Sie war lange ein Wallfahrtsort. Ein Infoschild informiert übe...

  • Rochuskapelle, Bad Mingolsheim
Bad Schönborn-Langenbrücken historisch erkunden
Bad Schönborn-Langenbrücken historisch erkunden
Bad Schönborn-Langenbrücken historisch erkunden
Bad Schönborn-Langenbrücken historisch erkunden
Bad Schönborn-Langenbrücken historisch erkunden
Bad Schönborn-Langenbrücken historisch erkunden
Startpunkt
Infoschild vor dem Alten Rathaus

Wegbeschreibung:

1. Altes Rathaus und Poststation: Vor dem Alten Rathaus und der ehem. Poststation startet der Rundgang. Das barocke Gebäude des Alten Rathauses stammt aus dem 18. Jh. Sein Vorgängerbau war im Mittelalter eine Zollstation, da sich an dieser Stelle zwei wichtige Handelsstraßen kreuzten. Diese Kreuzung an der "langen Brücke" über den Sumpf war auch die Keimzelle für die Entstehung von Langenbrücken. Das Gasthaus nebenan war im 18. Jh. Poststation mit Pferdeställen. Geh zwischen Altem Rathaus und Gasthaus durch, weiter geradeaus in die Huttenstraße bis zum Niederbronn-les-Bains-Platz. Dort steht das nächste Infoschild.

2. Niederbronn-les-Bains-Platz: Der Platz vor dem Rathaus und der Kraichgauhalle ist der französischen Partnergemeinde Niederbronn-les-Bains gewidmet. Die Brunnenplastik des Langenbrückener Künstlers Friedrich Dickgießer symbolisiert drei, den Ort prägende, Elemente: Die "Lange Brücke", die im Mittelalter die sumpfige Rheinniederung überquerte, die frühere Zugehörigkeit zum Fürstbistum Speyer und die Bädertradition des Ortes. Geh weiter auf der Huttenstraße zum Kreisel. Rechts gelangst du zur Franz-Josef-Kuhn Grundschule und zum nächsten Infoschild.

3. Franz-Josef-Kuhn Grundschule: Mit dem Bau der Schule Anfang der 1950er Jahre hatte Langenbrücken nach dem II. Weltkrieg endlich wieder eine Schule. Vor der Schule steht ein sehr altes Wegkreuz. Wenige Schritte weiter auf der Huttenstraße, direkt nach dem Kreisel steht das nächste Infoschild zur evangelischen Christuskirche.

4. Evangelische Christuskirche: In den 1950er Jahren wurde die heutige Christuskirche an der Stelle der ersten evangelischen Kapelle errichtet, die im Krieg beschädigt wurde. Geh weiter auf der Huttenstraße, dann links in die Römerstraße bis zum Bahnhof. Vor dem Gebäude steht das nächste Infoschild.

5. Bahnhof Langenbrücken: Schon Mitte des 19. Jh. erhielt Langenbrücken einen Bahnhof an der damals neuen Bahnlinie Heidelberg-Karlsruhe. Das brachte auch viele Kurgäste in das damals schon international bekannte Schwefelbad. Von hier kannst du einen Abstecher zur ehem. Gardinenweberei und zur Marienkapelle machen. Geh dazu durch die Unterführung, dann links auf der Vogtländerstraße, bis zur Rechtskurve. Dort steht das nächste Infoschild zur ehem. Gardinenweberei Renz & Sohn. Ansonsten siehst du auf der gegenüberliegenden Straßenseite vor der Feuerwehr schon das nächste Infoschild zur ehem. Möbelfabrik Isaak Basnizki.

Abstecher zur ehem. Gardinenweberei Renz & Sohn: Hier stand Mitte im 20. Jh. eine große Gardinenweberei, deren Seniorchef Ewald-Renz nicht nur unternehmerisch erfolgreich war, sondern sich auch um Bad Schönborn sehr verdient gemacht hat. Mehr dazu verrät das Infoschild. Für einen weiteren Abstecher zur Marienkapelle gehst du weiter auf der Vogtlandstraße, biegst rechts in die Donauschwabenstraße ein. Am Ende  gehst du links in die Dammstraße und über die Bachbrück. An der nächsten Kreuzung siehst du die Marienkapelle mit dem Infoschild. Ansonsten gehst du zurück zum Bahnhof, durch die Unterführung. Links an der nächsten Straßenecke vor der Feuerwehr steht das nächste Infoschild zur ehem. Möbelfabrik Isaak Basnizki.

Abstecher zur Marienkapelle: Freiheitskämpfer der Badischen Revolution haben diese Kapelle als Dank an die hl. Maria errichtet. Mit etwas Glück kannst du an Sonntagen den Innenraum der Kapelle besichtigen. Geh zurück über die Dammstraße, rechts in die Donauschwabenstraße, links über den Plauener Weg zum Bahnhof, durch die Unterführung, dann über die Straße, bis nur nächsten Ecke vor dem Feuerwehrhaus. Dort steht das nächste Infoschild zur ehem. Möbelfabrik Issak Basnizki.

6. Ehem. Möbelfabrik Isaak Basnizki: Im 19. Jh. kam der geschickte Handwerker von Litauen in den Kraichgau, wo er bald eine eigene, florierende Möbelschreinerei aufbaute. Bis in die erste Hälfte des 20. Jh. wuchs das Unternehmen. 1938 wurde die Familie Basnizki gezwungen, ihre Möbelfabrik aufzugeben. Wenige Schritte weiter auf der Römerstraße, im Trechterweg 1 befindet sich im Bürgerhaus das Heimatmuseum der Parabutscher Donauschwaben. Dazu gibt es kein Infoschild, aber im nächsten Punkt erfährst du mehr über das Museum.

7. Heimatmuseum Parabutscher Donauschwaben: Viele Originale, Dokumente, Bilder, Objekte aus dem täglichen Leben, kunstvoll gefertigte Trachten, liebevoll gestaltete Rekonstruktionen und letzte Zeitzeugen erzählen im Heimatmuseum vom Leben deutscher Aussiedler im serbischen Parabutsch – vom Aufbruch in die Fremde, von der Vertreibung nach dem II Weltkrieg und vom Ankommen in der neuen Heimat Langenbrücken. Das Heimatmuseum ist jeden 3. Donnerstag von 14:30-18 Uhr geöffnet Eintritt frei. Audioguides verfügbar, Führung nach Vereinbarung 0152 34572685, Infos: www.hog-parabutsch.de. Geh weiter auf der Römerstraße, dann links in die Blumenstraße bis zum Ende und rechts in die Klammenstraße. An der Hauptstraße rechts abbiegen, nach wenigen Metern steht das nächste Infoschild zur ehem. Curapotheke.

8. Ehem. Curapotheke: Im 19. Jahrhundert baute ein Apotheker aus dem Kraichgau hier eine Apotheke. Bertha Benz konnte hier auf ihrer legendären ersten Automobil-Fernfahrt der Welt ihren Motorwagen mit Waschbenzin betanken. Wechsle die Straßenseite und biege wenige Schritte weiter rechts in die Zeuterner Straße ein. In Höhe der Hausnummer 19 gelangst du links in einen kleinen Park mit der Posidonienschieferwand, die als Nationales Geotop ausgezeichnet ist. Wenige Meter nach dem Eingang steht rechts das Infoschild.

9. Posidonienschieferwand: Das Nationale Geotop in der geologisch einzigartigen "Langenbrückener Senke" ist für Bad Schönborn in vieler Hinsicht bedeutsam. Im 19. Jahrhundert wurde der Schiefer zur Zementherstellung abgebaut. An der Nordwand des ehemaligen Steinbruchs sind Gesteinsstrukturen des Schwarzen Juras sichtbar. Mit etwas Glück finden sich dort nach Regenfällen frisch ausgeschwemmte Fossilien. Der Posidonienschiefer ist reich an Schwefelwasserstoff – die Grundlage für Schwefelquellen, die Langenbrücken im 18. Jahrhundert den Aufstieg als Badeort bescherten. Der lokale Weinbau profitiert heute noch von der geologischen Besonderheit der "Langenbrückener Senke" und produziert auf dem Posidonienschiefer einzigartige mineralische Weine. Geh weiter auf der Zeuterner Straße, biege links in den Mozartweg, wieder links in die Bischof-Stang-Straße. Am Ende kannst du für einen Abstecher zum Wasserturm rechts in die Peter-Sigel-Straße abbiegen und nach wenigen Metern siehst du den hohen Wasserturm. Dort steht das nächste Infoschild. Ansonsten biege links in die Franz-Peter-Sigel-Straße, geh auf der rechten Straßenseite bis zu einem Drehkreuz, wo du in den Kurpark Siegel gelangst. Wenige Schritte weiter steht am Brunnen vor dem alten Kursaal Sigel das nächste Infoschild.

Abstecher zum Wasserturm: Der Wasserturm war in der ersten Hälfte des 20. Jh. ein wichtiger Bestandteil der kommunalen Wasserversorgung. Mehr dazu lesen Sie auf dem Infoschild. Geh die Franz-Peter-Siegel-Straße zurück, bis zu einer Drehtür auf der rechten Seite. Durch diese Drehtür gehst du in den Kurpark Sigel. Rechte Hand steht der historische Kursaal Sigel. Vor dem Brunnen steht das nächste Infoschild.

10. Kursaal Sigel, Kurpark & Quelle: Das eindrucksvolle Kursaalgebäude zeugt von der Bedeutung Langenbrückens als Schwefelbad im 19. Jh. Heute noch wird der innen liebevoll restaurierte Kursaal für Konzerte genutzt. Ein Nebenraum ist heute sogar der Frühstücksraum der Sigelklink, die sich gegenüber befindet. Direkt neben dem Brunnen, am Eingang zur Baumallee steht das nächste Infoschild zur Kurpark Sigel. Der Park geht auf den Speyerer Fürstbischof Franz Christoph von Hutten zurück, der im 18. Jh. die Kurtradition des Schwefelbades Langenbrücken begründete. Im 19. Jh. lies Franz Peter Sigel den Park nach dem Vorbild englischer Landschaftsgärten umgestalten, wie der alte Baumbestand heute noch erkennen lässt. Wenige Schritte weiter auf der Baumallee erwartet dich das nächste Infoschild. Es erzählt Interessantes von der ehemaligen Trinkhalle und dem Wandelgang, die die Kurgäste im 18. und 19. Jh. bei ihren Schwefelwasser-Kuren in Langenbrücken nutzten. Gegenüber sprudelte, ähnlich wie in Mingolsheim, in den 1970er Jahren eine Thermal-Sole-Quelle, die bis 2010 ein kleines Thermal-Sole-Bad speiste. Das Infoschild erzählt Interessantes über die ehemalige Trinkhalle. Geh weiter durch den Kurpark bis vor dem Minigolfplatz ein Fußweg nach links abzweigt. Am Ende des Weges gelangst du zur Badstraße, wo schräg links gegenüber der alten Tabakschuppen mit dem nächsten Infoschild steht.

11. Tabakschopf: Der Tabakschuppen erinnert an die große Bedeutung der Tabak- und Zigarrenindustrie in Bad Schönborn und der Region. Das Infoschild erläutert interessante Fakten zum Tabakanbau. Nun kannst du einen Abstecher zum Polizeirevier und ehem. Bezirkskasse/Notariat machen. Dazu gehst du die die Badstraße weiter nach Westen, rechts die Küfergasse einbiegen, am Ende links in Östringer Straße bis zur Hauptstraße. Hier rechts abbiegen, weiter bis zum Polizeirevier mit dem nächsten Infoschild. Ansonsten gehst du weiter auf der Badstraße, bis  kurz vor dem Ende links vor einem Fachwerkhaus das nächsten Infoschild steht.

Abstecher zum Polizeirevier, Bezirkskasse, Notariat: Das Infoschild vor dem repräsentativen Gebäude auf dem frühen 20. Jh. erzählt über die verschiedenen Eigentümer und die Nutzung des Hauses. Geh auf der Hauptstraße zurück bis die Badstraße links einmündet. Dort steht ein stattliches Fachwerkhaus mit dem nächsten Infoschild.

12. Fachwerk Badstraße: Das stattliche Fachwerkhaus wurde Anfang des 18. Jh. errichtet und weist im Fachwerk einige Zierbalken auf. Geh zur Hauptstraße und biege an der Ampel links ab. Wenige Schritte weiter am großen Platz vor der Sparkasse steht das nächste Infoschild zum Josef-Ziegelmeyer-Platz.

13. Josef-Ziegelmeyer-Platz: Der Platz ist einem Bürgermeister von Langenbrücken gewidmet, der sich auf kommunaler und landespolitischer Ebene sehr um die wirtschaftliche Entwicklung der Gemeinde verdient gemacht hat, u.a. durch die Gründung einer Sparkasse Anfang des 20. Jh., der sich mehrere Gemeinden anschlossen. Geh einige wenige Schritte weiter in die Stichstraße zum nächsten Infoschild Schmetterner Hof.

14. Ehem. Schmetterner Hof, Farrenstall, altes Schulhaus: Das Infoschild erzählt, welche bedeutenden Gebäude im 18. und 19. Jh. auf diesem Gelände standen. Geh zurück zur Hauptstraße. Auf der anderen Straßenseite steht das nächste Infoschild bei der Brückenheiligen.

15. Brückenheilige: Vor Ihnen steht die Figur  des hl. Johannes von Nepomuk, hinter Ihnen auf der anderen Straßenseite steht Maria Immaculata. Die Brücke, die Sie einst beschützten, gibt es nicht mehr, der Bach fließt heute unterirdisch. Die Originalfiguren stehen heute in der Pfarrkirche nebenan. Geh auf der Kirchstraße an der Kirche vorbei. Am Haus gegenüber dem Kircheneingang steht das nächste Infoschild zum ehem. Josefshaus.

16. Ehem. Josefshaus: Das Haus auf dem frühen 20. Jh. diente mehreren kirchlichen Zwecken. Zuvor stand hier ein Schulhaus. Mehr verrät das Infoschild. Nun geh zurück Richtung Hauptstraße, wo du rechts an der Straßenecke das nächste Infoschild zur katholische Pfarrkirche St. Vitus findest.

17. Katholische Pfarrkirche St. Vitus: Der älteste Teil von St. Vitus stammt aus dem 13. Jh. Das heutige barocke Aussehen sowie eine Vergrößerung erhielt sie im 18. Jh. Im 20. Jh. wurde die Kirche nochmals erweitert und innen in neobarockem Stil gestaltet. Die Kirche ist tagsüber geöffnet. Hier endet der Rundgang. Auf der Hauptstraße nach Norden gelangst du nach wenigen Schritten wieder zum Ausgangspunkt am Alten Rathaus.

Parken:

An der Hautpstraße Richtung Süden sind mehrere Parkplätze vorhanden

Startpunkt Wegbeschreibung:

Autobahn A5, Ausfahrt Kronau/Bad Schönborn; Von Osten: B292, Abfahrt Kurgebiet Langenbrücken

Endpunkt
Infoschild vor der Kirche St. Vitus

Endpunkt zu Startpunkt:

Auf der Hauptstraße nach Norden, wenige Meter bis zur Ampel gehen, wo du am Alten Rathaus den Ausgangspunkt des Rundgangs erreichst.

Tipp des Autors

Für die Orientierung unterwegs empfiehlt sich der kostenlose Ortsplan aus der Tourist Information, wo Rundweg und historische Stationen eingezeichnet sind

Von März bis November findet an vielen Montagabenden um 17:30 Uhr ein kostenloser geführter Ortsrundgang statt! Mehr Infos auf der Bad Schönborn Tourismus Webseite: https://www.bad-schoenborn.de/...

Öffentliche Verkehrsmittel

S3 Richtung Karlsruhe oder Heidelberg bis "Bad Schönborn Süd" in Langenbrücken, von dort zu Fuß zum Alten Rathaus; Buslinie 132 (Östringen-Bruchsal) Haltestelle Ochsen, weiter wenige Meter an der Hautpstraße Richtung Süden. 

Ausrüstung

Keine spezielle Ausrüstung erforferlich.

Tourimia Tourismus GmbH Logo von Tourimia Tourismus GmbH  ·  Land der 1000 Hügel - Kraichgau-Stromberg  ·  CC BY-SA

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