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Gewissen und Gesinnung - Franz von Assisi und Mao Zedong
Klassik Konzert

Gewissen und Gesinnung - Franz von Assisi und Mao Zedong

  • 14. November 2026
  • ab 19:00 Uhr
  • BETRIEBSWERK, Heidelberg

Ermäßigungsberechtigt sind Schüler*innen, Studierende sowie Auszubildende. Die Veranstaltungsstätte ist rollstuhlgerecht. Tickets sind über alle Vertriebswege (Portale, Webshops, Vorverkaufsstellen, Telefon) buchbar. Die schwerbehinderte Person mit B im Ausweis zahlt den ermäßigten Preis. Deren Begleitperson erhält freien Eintritt und benötigt ein eigenes Ticket.Preis 24 Euro

2026 runden sich die Todesjahre zweier Persönlichkeiten, die in ihrem Wirken kaum gegensätzlicher sein könnten: Franz von Assisi (†1226) und Mao Zedong (†1976). Der eine entfachte durch extreme Entsagung und persönliche Opferbereitschaft eine friedliche Massenbewegung, die ihn wiederum selbst noch zu Lebzeiten ausgrenzte und in die innere Emigration trieb. Der andere hielt eine jahrzehntelange revolutionäre Umwälzung aufrecht, für die er Millionen Todesopfer in Kauf nahm. Den Bogen zwischen einem derartigen Gegensatz zu spannen, provoziert sicherlich kritische Nachfragen, die sich inhaltlich kaum in einem konventionellen Konzertprogramm beantworten lassen. Von vornherein ist also klar, dass es in diesem interdisziplinären Konzertprojekt – bestehend aus Vorträgen, Podiumsdiskussion, Haupt-Konzert mit live projizierten Fotoserien sowie einem moderierten Spätkonzert mit Publikumsgespräch – nicht um eine moralische Gleichsetzung von zwei der extremsten Figuren der Menschheitsgeschichte gehen kann. Vielmehr soll dem Punkt nachgespürt werden, wo die Extreme sich berühren, unter welchen geschichtlichen und charakterlichen Vorzeichen auch immer. Denn zweifellos verbindet Franziskus und Mao eine gemeinsame Frage mitsamt der fundamentalistischen Kompromisslosigkeit, in der sie beide nach Beantwortung derselben strebten: die der sozialen Gerechtigkeit, der Empathie für die Mittellosen. Eine zweite, weniger offensichtliche Parallele liegt darin, wie die veröffentlichen Abbildungen der beiden Persönlichkeiten ihr jeweiliges „Image“ in der Öffentlichkeit konstruieren halfen. Die soziale Frage ist so alt, dass man sie als menschheitsgeschichtliche Konstante betrachten darf und findet sich verschieden ausgeprägt in vermutlich allen Religionen. Das Bewusstsein für gesellschaftliche Ungerechtigkeit, das Mitleid für die Hungernden und Frierenden dürfte also schon ebenso lange bestehen wie die bittere Erfahrung des Scheiterns, diesen Missstand strukturell zu beseitigen. Franziskus wurde in eine wohlhabende Familie hineingeboren. Als sein Mitleid mit den Benachteiligten sich rührte, stahl er zunächst seinem Vater Geld und gab es den Armen – kein besonders rühmliches Verhalten soweit. Doch wenig später setzte er alles daran, weniger zu besitzen als jeder andere, er bettelte und fror, wurde bösartig verlacht und gab erhaltene Spenden an noch Bedürftigere weiter. Er leistete oft harte körperliche Arbeit auf Feldern und Baustellen. Zahlreiche Mönche und Nonnen pflegten Leprakranke, doch Franziskus spendete trotz der bekannten Ansteckungsgefahr dabei auch ausgiebig tröstenden Körperkontakt. Er mag für andere Wunder umstrittener Echtheit berühmt sein, doch welche Kraft hinter dieser lebenslangen Konsequenz steckte, ist aus heutiger Perspektive ebenso unvorstellbar wie das damalige Elend der Armen. Franziskus‘ Charisma war so groß, dass sich andere ihm anschlossen und nach wenigen Jahren erwuchs eine Bewegung, die durch ihr radikales Nacheifern Christi zu einer ...

Datum

14.11.2026 19:00 - 23:59

Veranstaltungsort

BETRIEBSWERK
Am Bahnbetriebswerk 5, 69115 Heidelberg

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Tourimia Tourismus GmbH

Bronnbach 9

97877 Wertheim

 

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