Römische Palisadennachbildung
"Zu jenen Zeiten wie auch sonst öfter trennte Hadrian an vielen Orten, in denen die Barbaren nicht durch Flüsse, sondern durch limites geschieden wurden, die Barbaren vom Reichsgebiet durch große Pfähle, die nach Art eines mauerähnlichen Zaunes tief eingerammt und miteinander verbunden waren.“ – Scriptores historiae Augustae, 4. Jh. n. Chr.
Um 120 bis 130 n. Chr. wurde der Odenwaldlimes unter Kaiser Hadrian (117 – 138 n. Chr.) mit einer durchgehenden Palisade ergänzt. Diese Palisade bestand aus halbierten Stämmen, meist von der Eiche, deren flache Seiten nach außen ausgerichtet waren. Mit ihr sollte der Übertritt ins Römische Reich erschwert werden, wodurch der Limes seine Funktion als Kontrollanlage des Personen- und Warenverkehrs besser wahrnehmen konnte. Zu dieser Kontrollanlage zählten außer der Palisade noch die vielen Wachttürme, Kleinkastelle und Kastelle am Limes. Sie dienten als Signalkette und ermöglichten der römischen Armee bei Bedarf ein schnelles Eingreifen.