Unterirdisch gut Geschichte, Bewegung und Genuss am Neckar

Es riecht nach Stein, Geschichte und Abenteuer: Von April bis Oktober öffnet das Besucherbergwerk Schriesheim jeden Sonn- und Feiertag seine Tore.

Zwischen 11 und 16 Uhr führen sachkundige Guides durch die kühlen Stollen – rund eine Stunde dauert der Weg in die Tiefe, vorbei an engen Gängen, glitzernden Gesteinsadern und Spuren vergangener Jahrhunderte. Schon im 15. Jahrhundert suchten Bergleute hier nach Silber, später nach Eisen- und Kupfervitriol – und hinterließen ein faszinierendes Labyrinth unter der Erde.

Wer wieder ans Tageslicht tritt, spürt das Bedürfnis nach Weite – und findet sie auf dem rund 45-minütigen Wanderweg zur Spatschlucht. Zwischen den bis zu zehn Meter hohen Felswänden wird man plötzlich ganz klein: ein kurzer, aber eindrucksvoller Spaziergang durch ein Stück Erdgeschichte. Der Name stammt übrigens nicht vom Spaten, sondern vom nahegelegenen Wilhelmstollen, in dem einst Schwerspat abgebaut wurde.

Zurück im Grünen lockt das Naturfreundehaus Schriesheim zu einer wohlverdienten Pause. Auf der Sonnenterrasse oder der Liegewiese schmecken Hausmannskost und Limo doppelt so gut, während Kinder auf dem Spielplatz mit Karussell und Tischtennisplatten toben. So endet der Tag, wie er begonnen hat – mit Neugier, Entdeckerfreude und einer Portion Erdverbundenheit.

Sehens- und Entdeckenswertes