Wachtposten 10/60 Schäbige Hecke
Wer bei Dallau auf dem schmalen Waldpfad unterwegs ist, kommt leicht an einem Stück Weltgeschichte vorbei. Der Wachposten „Schäbige Hecke” trägt die Bezeichnung Wachposten 10/60. Er war einer der kleinen Beobachtungstürme am Odenwaldlimes, der Teil der römischen Reichsgrenze, des Obergermanisch-Raetischen Limes war. Von hier aus hielten Soldaten Ausschau über das Vorland und gaben Signale weiter, wenn sich etwas näherte. Der Name klingt dagegen nach Gegenwart. „Schäbige Hecke” ist eine alte FlurbezeichnungViel zu sehen gibt es heute nicht. Vom Turm sind noch zwei Ecken in Fundamentresten erhalten, einmal mit noch wenig aufgehenedem Mauerwerk. Ohne die Infotafel würde man die Reste leicht übersehen. Gerade das macht den Ort reizvoll: Mitten im Wald, abseits von Trubel, steht man an einer Stelle, an der vor rund 1.800 Jahren römische Wachposten standen. Wie man sich den Turm vorstellen kann, erklärt die Tafel vor Ort.